Friede Hostrup (1878–1965)
Frieda Wittig
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Foto: vmtl. Atelier Hostrup; Familienbesitz
Friede Hostrup wird am 27.02.1878 in Jeising-Hostrup, im südlichen Dänemark geboren. Für die Ausbildung zur Fotografin geht sie in die Metropole Berlin und lässt sich schließlich 1908 mit einer »Werkstätte für künstlerische Photographie« in München nieder. Laut den Münchner Adressbüchern befindet sich das Fotoatelier zunächst in der Giselastraße 16, 1910 zieht es an den Kaiser-Ludwig-Platz 5, 1914 ins Kontorhaus in der Ludwigstraße 26 und 1918 in die Theatinerstraße 23. Dort besteht es bis 1938. Als Spezialisierung sind im Adressbuch Kinderaufnahmen angegeben. Beispiele für ihre einfühlsamen Kinderporträts findet man heute vor allem auf dem privaten Auktionsmarkt im Internet. In öffentlichen Archiven und Sammlungen erhalten haben sich Bildnisse bekannter Persönlichkeiten wie Autogrammkarten des Schauspielers Alexander Moissi oder eine Aufnahme der Ehefrau des Biene-Maja-Autors Waldemar Bonsels mit den gemeinsamen Söhnen.
1910 heiratet Friede Hostrup den Maler Alfred Wittig (1876-1956). Sie leben in der Giselastraße 14 im Münchner Künstlerviertel Schwabing. 1938 ziehen sie nach Mittelberg im Kleinwalsertal in Österreich, wohin Alfred Wittig schon mehrfach zum Malen gereist war und wo sie ein großes Atelierhaus errichtet hatten. Dort gibt Friede Hostrup-Wittig die Fotografie auf und wendet sich ebenfalls der Malerei zu.
Friede Hostrups Angestellte, Maria Birndorfer (1907–2000), baut ab 1929 eine Dependance des Ateliers Hostrup in Stuttgart auf. 1933 heiratet sie Friede und Alfred Wittigs Sohn Ejnar Wittig (1913-1993). Das Stuttgarter Fotoatelier verkauft sie 1967 an eine Angestellte. Diese übergibt es 1995 an ihren Neffen. Seit 2010 befindet sich Foto Hostrup in Schwäbisch Gmünd.
Friede Hostrup-Wittig stirbt am 25. Januar 1965 in Mittelberg.
RK
04.08.2026
1910 heiratet Friede Hostrup den Maler Alfred Wittig (1876-1956). Sie leben in der Giselastraße 14 im Münchner Künstlerviertel Schwabing. 1938 ziehen sie nach Mittelberg im Kleinwalsertal in Österreich, wohin Alfred Wittig schon mehrfach zum Malen gereist war und wo sie ein großes Atelierhaus errichtet hatten. Dort gibt Friede Hostrup-Wittig die Fotografie auf und wendet sich ebenfalls der Malerei zu.
Friede Hostrups Angestellte, Maria Birndorfer (1907–2000), baut ab 1929 eine Dependance des Ateliers Hostrup in Stuttgart auf. 1933 heiratet sie Friede und Alfred Wittigs Sohn Ejnar Wittig (1913-1993). Das Stuttgarter Fotoatelier verkauft sie 1967 an eine Angestellte. Diese übergibt es 1995 an ihren Neffen. Seit 2010 befindet sich Foto Hostrup in Schwäbisch Gmünd.
Friede Hostrup-Wittig stirbt am 25. Januar 1965 in Mittelberg.
RK
04.08.2026

