Sammlung Kohlhaussen


Heinrich Kohlhaussen (1894–1970) kommt 1894 in Rauisch-Holzhausen bei Marburg an der Lahn zur Welt. 1914 beginnt er ein Studium der Kunstgeschichte in Marburg und Berlin, das er am 14.12.1921 mit einer Promotion zum Schrein der Heiligen Elisabeth zu Marburg abschließt. Seine Dissertation wird 1922 als Buch veröffentlicht. Nach seiner Anstellung als Privatassistent des Sammlers Geheimrat Marc Rosenberg (1852–1930), beruft ihn Max Sauerlandt (1880–1934) 1922 als Assistent an das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe. Ab diesem Zeitpunkt veröffentlicht Kohlhaussen regelmäßig Aufsätze und Bücher. Sein Interessen- und Forschungsgebiet ist das Kunstgewerbe. Mit seiner Berufung 1933 als Direktor der Städtischen Museen in Breslau schiebt er eine Neuordnung der dortigen Sammlungen an. Zum 01.01.1937 wird er Gründungsdirektor am Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Diese Position behält er bis zur Entlassung durch die alliierte Militärregierung 1945 inne. Von 1950 bis 1959 übernimmt er die Leitung der Kunstsammlungen der Veste Coburg. Er bleibt von 1959 bis zu seinem Tod in Nürnberg ansässig, verstirbt jedoch in Lorsch. Kohlhaussens schriftlicher Nachlass befindet sich seit 1970/71 im Deutschen Kunstarchiv des Germanischen Nationalmuseums, der durch Nachsendungen der Tochter Kohlhaussens mit Familienkorrespondenz, Publikationen und Arbeitsunterlagen ergänzt ist. Über Kohlhaussens private Kunstsammlung ist bisher nichts bekannt, nur das Schmidt-Rottluff-Gemälde »Frau im roten Kleid« von 1920, das sich heute im Buchheim Museum befindet, als sein Vorbesitz dokumentiert ist.

JL