Karl-Rudolf Kraupa-Tuskany (1910–1991)


Karl-Rudolf Kraupa-Tuskany stammt aus Wien und soll dort als Journalist gearbeitet haben. Während des Zweiten Weltkriegs ist er als Wort- und Rundfunkberichter bei der 12. Marinekriegsberichter-Halbkompanie in Frankreich tätig. In La Baule fotografiert er Lothar-Günther Buchheim (1918–2007) bei der Erstellung einer seiner lebensgroßen U-Boot-Fahrer-Zeichnungen.

Am 19.11.1941 schifft sich Kraupa-Tuskany in Lorient auf U 95 zur 7. Feindfahrt ein. Im Gegensatz zu U 96, von dessen 7. Feindfahrt Lothar-Günther Bucchheim in seinem Roman DAS BOOT berichtet, gelingt U 95 der Durchbruch durch die Straße von Gibraltar ins Mittelmeer. Am 28.11.1941 wird es jedoch südwestlich von Almeria von einem niederländischen U-Boot versenkt. Nur 12 Männer überleben die Torpedierung. Zu ihnen zählt auch Kraupa-Tuskany, der in britische Kriegsgefangenschaft nach Kanada gelangt.

Nach dem Krieg kehrt Kraupa-Tuskany zunächst nach Österreich zurück, wandert dann aber nach Argentinien aus und ist dort für die SWISSAIR tätig. Um 1960 wird er von der Fluggesellschaft nach Frankfurt am Main versetzt. In den 1970er-Jahren zieht er mit seiner Familie nach Oberbayern auf Schloss Eichbichl bei München, wo er auch stirbt.

RK

06.07.2022

Literatur

DIE WILDENTE. INFORMATIONEN. PK MITTEILUNGSBLATT, 19. Folge (12/1958), S. 75

DIE WILDENTE. INFORMATIONEN. PK MITTEILUNGSBLATT, 25. Folge (04/1962), S. 90–91

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