Tatanua-Maske

Künstler auf Niu Ailan

o. J.

Holz, Pflanzenfasern, Schneckenhäuser, farbig gefasst und gekalkt

Objektmaß 40,0 x 16,0 x 40,0 cm


Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See


Inventarnummer: 4.01094

Objekt, Schnitzerei

Ort: Ozeanien, Papua-Neuguinea, Neu-Irland


Sammlungsbereich: Außereuropäische Kunst

Künstler: Niu Ailan

Rubrik: Masken

Beschreibung

Tatanua-Masken werden von Männern in Trauerzeremonien in Neu-Irland getragen. Charakteristisch sind die bogenförmigen, von der Stirn zum Hinterkopf führenden Streifen aus Pflanzenfasern, die die aufwendige männliche Trauerfrisur nachahmen. In der Regel bestehen die Tanzmasken aus einem leichten Holz, die Augen werden von Verschlussdeckeln von Meeresschneckenhäusern gebildet.
Die Maske steht für eine bestimmte verstorbene Person und wird extra für die Malagan-Zeremonie angefertigt. Bei dieser wird meist mehrerer Verstorbener gedacht und sie findet oft eine geraume Zeit nach dem Tod der einzelnen Personen statt. Es handelt sich nicht um reine Trauerriten, vielmehr dienen die Feierlichkeiten dem allgemeinen Austausch innerhalb eines Clans. So finden auch Initiationen von Jungen statt, der Bund zwischen Lebenden und Toten wird erneuert und der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe gefestigt.

RK

Provenienz

seit 08.03.2014: Buchheim Stiftung, Feldafing/Bernried, erworben im Erbgang von Diethild Buchheim (1922–2014), Feldafing

Sammlung Buchheim

Literatur

DAS BUCHHEIM MUSEUM. EIN ÜBERBLICK, Feldafing: Buchheim Verlag, [2001]
THE BUCHHEIM MUSEUM. A SHORT GUIDE, Feldafing: Buchheim Verlag, 2001