aus der Serie »Bimbina und Kompanie – die Zirkus-Wunderschweine«; Szene 07

Lothar-Günther Buchheim

1945/46

Malfarbe und Goldfarbe auf Glas, gerahmt

Rahmenmaß 28,2 x 24,0 x 3,7 cm


Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See


Inventarnummer: 2.00191

Malerei, Hinterglasmalerei


Sammlungsbereich: Objekte

Künstler: Buchheim

Serie: »Bimbina und Kompanie – die Zirkus-Wunderschweine«

Ausstellungsort: Labor der Phantasie


© Buchheim Stiftung, Bernried; Reproduktion: Nikolaus Steglich, Starnberg

Beschreibung

Bimbina, die Mutter, hat viel zu tun.
Sie darf niemals einen Augenblick ruh'n.
Sie lernt und übt mit den beiden Kleinen,
Oft ist sie selber nahe am Weinen.
Mit ihrem Berg von neuen Pflichten.
Täglich die Kinder waschen und richten,
Das mußte früher alles nicht sein.
Ach, früher, seufzt sie, da war man ein Schwein.
Und heute, da plagt und schindet man sich,
Da übt und lernt man ganz fürchterlich.
Und mit einem Grunzen wälzt sich das Schwein
Ganz tief in seinen Schweinemist ein.
Nicht lange, da mahnt es schon wieder in ihr,
Bimbina, du Faulpelz, du sielst dich hier,
Anstatt zu üben und tätig zu sein!
Und als sie aufsteht, fällt ihr was ein.
Ein herrlicher Trick: sie will balancieren,
Ein ganz besonderes Kunststück vollführen.
Mit dem Rüssel auf einem Bällchen stehen,
Mein Gott, denkt sie, das müßte doch gehen.
Aber sie purzelt und taumelt vom Ball herab,
Sie jammert und stöhnt: das ist noch mein Grab.
Sie reißt sich zusammen, beginnt aufs Neue,
Will wieder aufhör'n, da kommt die Reue,
Und sie bestärkt sich in ihrem Entschluß,
Beißt die Zähne zusammen und sagt sich: es muß!
Und übt solang, bis die Nummer steht.
Endlich geht es so schön und glatt,
Wie es gemalt ist auf diesem Blatt.

[Fortsetzung Szene 8]
gereimt von Ellen Deckart um 1945

Erwerb

Besitz des Künstlers bzw. seiner Witwe
seit 08.03.2014: Buchheim Stiftung, Feldafing/Bernried, erworben im Erbgang von Diethild Buchheim (1922–2014), Feldafing

Sammlung Buchheim

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