Badende am Strand von Fehmarn

Ernst Ludwig Kirchner

1913

Öl auf Leinwand

Bildmaß 110,3 x 86,2 cm
Rahmenmaß 124,0 x 100,0 x 5,5 cm


Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See


Inventarnummer: 0.00009

Alternativer Titel: Die Badenden; Bucht

Malerei, Ölfarben

KVZ/WVZ: Gordon 358

Ort: Europa, Deutschland, Ostsee, Schleswig, Fehmarn


Sammlungsbereich: Gemälde

Künstler/in: Ernst Ludwig Kirchner


Reproduktion: Nikolaus Steglich, Starnberg
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Beschreibung

In dem hochformatigen Ölbild »Badende am Strand von Fehmarn« stellt Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) eine Szene von einem Aufenthalt auf der Insel Fehmarn dar. Im Bildvordergrund steht ein hoher grün belaubter Baum, dessen Krone durch die obere Bildkante beschnitten ist. Links hinter dem Baum führt Kirchner den Blick des Betrachters auf ein Stück Strand, an dem Badende schemenhaft zu sehen sind. Auf dem dahinter liegenden Meer schwimmen drei Segelschiffe, deren Bootskörper im leuchtenden Farbkontrast zu dem blauen Himmel und Meer stehen.

Der Erwerbungszeitpunkt, zu dem der Erfurter Schuhfabrikant Alfred Hess (1879–1931) »Badende am Strand von Fehmarn« für seine Sammlung erwirbt, konnte bisher nicht gesichert geklärt werden. Im VERZEICHNIS DER IM EHEMALIGEN KRONPRINZEN-PALAIS AUSGESTELLTEN KUNSTWERKE von Oktober 1919 ist ein Gemälde mit dem Titel »Strand auf Fehmarn« als Leihgabe des Malers Kirchner an die National-Galerie Berlin dokumentiert, bei dem es sich um das Forschungsobjekt handeln könnte. Aus einem Brief von Kirchners Rechtsanwalt an die National-Galerie vom 13.08.1919 geht hervor, dass Kirchner neben der Nationalgalerie einen anderen Kaufinteressenten für das Bild hatte, weswegen er um Bezahlung des Bildes bzw. dessen Rückgabe bittet. Der Name des Interessenten wird in dem Brief nicht genannt.

Erst eine Aufnahme aus den Sammlungsunterlagen der Sammlung Alfred Hess im Zentralarchiv der Staatlichen Museen Berlin aus dem Plattenarchiv der Nationalgalerie (P.A.N.G.), das während des Zweiten Weltkrieges durch Brand zerstört wurde, von dem jedoch Abzüge der Werkaufnahmen erhalten sind, ermöglichte eine gesicherte Zuordnung des Bildes als Teil der Kunstsammlung Hess durch Abbildung und Bezeichnung, wenn auch unter dem abweichenden Titel »Bucht«. Laut freundlicher Auskunft einer dortigen Mitarbeiterin lässt sich für diesen Bestand jedoch meist nicht mehr nachvollziehen, in welchem Zusammenhang die Werkaufnahmen in die Nationalgalerie gelangt sind, so dass sich auch keine gesicherte Datierung für den Erwerb rekonstruieren lässt – außer, dass dieser nach dem 13.08.1919 liegen muss.

Alfred Hess verstirbt am 24.12.1931. Sein Sohn Hans Hess (1908-1975), der wie seine Eltern jüdischer Religionszugehörigkeit ist, wird sein Erbe. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten flieht Hans Hess nach eigener Aussage im Juni 1933 aufgrund der rassistischen Repressionen durch das NS-Regime über Paris (bis 1935) nach London, wo er bis 1940 bleibt. Von Mai 1940 bis 1942 wird Hans Hess als »enemy alien« in Kanada interniert und kehrt erst 1943 nach England zurück, wo er sich nach und nach ein neues Leben aufbaut. Die Verwaltung der umfangreichen Kunstsammlung, die insgesamt mehr als 4.000 Kunstwerke umfasste, übernimmt seit Alfred Hess‘ Tod seine Ehefrau Tekla Hess (1884–1968), geb. Pauson, Hans Hess‘ Mutter. Nachdem das Erfurter Wohnhaus der Familie Hess 1932 von Hans Hess an den Onkel Georg Hess gegen Schuldenerlass überschrieben wird, zieht Tekla Hess im selben Jahr in ihr Geburtshaus nach Lichtenfels in Bayern, wie der Schilderung der Verfolgungsgeschichte von Hans Hess‘ Rechtsanwalt im Antrag von Hans Hess auf Entschädigung für Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung (BEG) vom 18.09.1953 zu entnehmen ist. 1933 und 1934 schickt Tekla Hess Werke aus der familiären Kunstsammlung für eine Ausstellung in die Schweiz. Laut der überlieferten Akten aus dem Archiv des Kunsthaus Zürich, die einen Weitertransport der Basler Ausstellung aus der Sammlung Hess nach Zürich belegen, umfasst der Versand an die Kunsthalle Basel für die für Oktober 1933 geplante Schau mindestens 58 Gemälde, 34 Aquarelle, Zeichnungen und Holzschnitte, die in neun Kisten verpackt sind.
Über die Motive für die Verschickung der Sammlungsgegenstände ist umfassend und aus unterschiedlicher Perspektive publiziert worden. Aus heutiger Sicher stellt sich eine Bewertung der historischen Situation als herausfordernd dar, zugleich ist sie wesentlich für eine Bewertung der Verfolgung der Familie Hess und den daraus resultierenden Schlussfolgerungen für mögliche oder notwendige Restitutionen. Der Anwalt von Hans Hess stuft sie als Rettung vor dem »sicheren Zugriff der Behörden« aufgrund der rassistischen Repressalien durch das NS-Regime ein – eine Darstellung, der Gustav Schnabel und Monika Tatzkow in ihrem Aufsatz zur Familie Hess von 2014 folgen. Ludwig von Pufendorf kommt in seiner Publikation von 2018 zur umstrittenen Restitution von Kirchners Berliner Straßenszene zu einer anderen Schlussfolgerung. Er sieht die Ursache für die Verschickung in der Überschuldung der Firma bzw. des Nachlasses und stuft den Transport als Versuch ein, die Sammlung zu Verkaufszwecken in die Schweiz zu bringen.

Vom 07. bis 27.10.1933 findet in der Kunsthalle Basel die Ausstellung MODERNE DEUTSCHE MALEREI AUS PRIVATBESITZ statt. Der begleitende Ausstellungskatalog verzeichnet sieben Gemälde von Ernst Ludwig Kirchner und unter einer Katalogposition »Zeichnungen« zusammengefasst ein Konvolut an Arbeiten auf Papier von Kirchner. Unter der Katalognummer 65 ist das Gemälde »Am Meer« dokumentiert. Weitere Angabe wie Bildmaße, Abbildung oder ein Entstehungsjahr sind für diese Position nicht dokumentiert. Auch die in einem dünnen Dossier im Staatsarchiv Basel überlieferten Archivalien zur Ausstellung ermöglichen gemäß freundlicher Auskunft einer dortigen Mitarbeiterin keine eindeutige Werkidentifikation bzw. Identifizierung des Leihgebers. Installationsansichten der Ausstellung haben sich dort nicht erhalten. Nach heutigem Kenntnisstand existiert auch keine Installationsansicht dieser Katalognummer im Archiv der Kunsthalle Basel. Es läuft noch die Erschließung zu einem »assoziierten« Negativbestand des Fotografen Robert Spreng (1890–1969) aus Basel, der im Zusammenhang mit der Ausstellung stehen könnte.

Die Ausstellung NEUE DEUTSCHE MALEREI stellt keine identische Ausstellungsübernahme, aber eine -Fortsetzung der Baseler Ausstellung von 1933 dar, die vom 21.06. bis 15.07.1934 im Kunsthaus Zürich veranstaltet wird. In den Archivunterlagen zur Sammlung Hess im Kunsthaus Zürich befindet sich eine Aufstellung der Werke, die am 01.06.1934 von der Kunsthalle Basel aus der Sammlung Hess an das Kunsthaus Zürich verschickt werden. Es sind 58 Gemälde, darunter acht Gemälde von Ernst Ludwig Kirchner wie auch ein Ölbild, das als Nr. 15 gelistet und mit dem Titel »Das Meer« bezeichnet ist. Dieser Titel korrespondiert mit der Katalogisierung für Kat.-Nr. 65 in der Ausstellung MODERNE DEUTSCHE MALEREI AUS PRIVATBESITZ in Basel.
In einem Brief vom 16.08.1936 bittet Tekla Hess den Direktor des Kunsthauses Zürich, Wilhelm Wartmann (1882–1970), u. a. auch »4–5 Kirchner-Bilder« als Frachtgut an die Kölner Kunsthalle zu senden. In den gelisteten Werktiteln taucht auch das Ölbild »Bucht« auf. Weiterhin bestätigt das Schreiben, dass Hess die Firma Bronner in Basel mit dem Transport beauftragen möchte.
Mit seinem Schreiben vom 04.09.1936 bestätigt Wartmann an Hess in Lichtenfels, den Erhalt Ihres Auftrages bezüglich des Versands und dessen Veranlassung, dabei erwähnt er auch das Ölbild »Bucht« von Kirchner. In dem Verzeichnis, das diesem Brief beiliegt, ist unter der Position Kiste A. H. 4 neben zwei weiteren Titel von Ölbildern Kirchners »Am Meer« mit einem Versicherungswert von Fr. 2000,– aufgeführt. Tatsächlich verwahrt Wartmann jedoch Teile aus der Sammlung Hess noch einige Monate bis ins Jahr 1937 hinein im Kunsthaus Zürich, wie aus der der Versandbestätigung folgenden Korrespondenz vom September 1936 ersichtlich wird. Ein Brief von Wartmann an die Gesellschaft Bronner & Cie, Internationale Transporte, Basel, am 18.03.1937 belegt einen ergänzenden, unfrankierten Versand der Kisten AH 1, 2, 5, 7, 9 mit 70 Werken aus der Sammlung Tekla Hess-Pauson gemäß einer beigefügten Liste, die mit einer Londoner Anschrift für Tekla Hess-Pauson bei ihrem Sohn, Hans, überschrieben ist. Auf dieser Liste ist jedoch kein entsprechendes Werk von Kirchner enthalten. Dies spricht dafür, dass das Ausstellungsexponat Kat.-Nr. 65 der Baseler Ausstellung von 1933 bzw. Kat.-Nr. 70 der Zürcher Ausstellung von 1934, »Am Meer«, frühestens im September 1936, vielleicht auch einige Wochen später, nach Köln gelangt.

Pufendorfs Recherchen nach emigriert Tekla Hess am 23.03.1939 zu ihrem Sohn nach London. Es gelingt ihr gemäß Entschädigungsakte von Hans Hess, einige Sammlungsstücke mit nach London zu nehmen. In einer eidesstattlichen Erklärung vom 01.04.1958 berichtet sie, dass sie auf Druck durch die Gestapo im Jahr 1936, um ihr Leben und das ihrer Familie zu retten, damals den Rücktransport der in Zürich eingelagerten Bilder aus der Sammlung Hess nach Deutschland anordnete.

Ein Inventarbuch, das die verschlungenen Transportwege in Bezug auf den Standort Basel in Ergänzung zu den überlieferten Korrespondenzen zwischen Wartmann und Hess belegen bzw. darin resultierende offene Fragestellungen klären könnte, konnte im Archiv der Kunsthalle Basel bisher nicht gefunden werden. Auch deuten die im Archiv Basel erhaltenen Transportdokumente aus dem Jahr 1933 darauf hin, dass eine größere Anzahl an Werken nach Basel geschickt wurde, als an die Kunsthalle Zürich weiterversandt wurde. Allerdings bestätigt die Kunsthalle Basel in einem Brief, dass keine Werke aus der Sammlung Hess dort verbleiben, nachdem der Weitertransport nach Zürich veranlasst wurde. So sind die Herkunftsrecherchen für Werke aus der Sammlung Hess, selbst wenn sie sich nachweislich in Basel und Zürich befunden haben, aufgrund der nur teilweise überlieferten oder öffentlich zugänglichen Primärquellen, komplex und dadurch nur teilweise eindeutig lesbar, wie auch aus anderen veröffentlichten Recherchen zu Werken aus der Sammlung Hess hervorgeht.

Für Kirchners »Badende auf Fehmarn« ergibt sich eine mögliche Werkzuordnung zu den beschreibenden Titeln des in den Quellen des Kunsthauses Zürich bezeichneten Werkes »Bucht« oder »Am Meer« von Ernst Ludwig Kirchner auf Basis der Auffindung des Gemäldes als Bestandteil der Sammlung Hess in einem Strafprozess von 1949/50. Als Prozessgegenstand in der Strafsache gegen den Kunstmaler Robert Schuppner (1896–unbekannt) hängt es deutlich erkennbar hinter den Richtern der 1. Strafkammer des Landgerichts Köln. Die Fotografie des Fotostudios Lambertin aus Köln wurde am 20.09.1950 in der KÖLNISCHEN RUNDSCHAU veröffentlicht. In dem Verfahren ging es nicht nur um Urkundenfälschung und Betrug des Angeklagten Schuppner, sondern auch um eine Klage gegen den früheren Angestellten des Kölnischen Kunstvereins, Josef Jenniches (1894–unbekannt), wegen Diebstahls von Werken aus dem Depot des Kölnischen Kunstvereins.
In der Prozessakte ist davon die Rede, dass »30 bis 50 Bilder moderner Meister […] längere Zeit vor dem Ausbruch des letzten Krieges« im Kölnischen Kunstverein treuhänderisch auf Anweisung des damaligen geschäftsführenden Direktors Walter Klug (1873–1952) verwahrt wurden. Tekla Hess habe damals beschlossen, nach England auszuwandern, und bat den Direktor des Kölnischen Kunstvereins, die verpackten Gemälde an einer geschützten Stelle einzulagern. Klug beauftragt den Hausmeister Jenniches mit der Beaufsichtigung dieser Sammlungsgegenstände, bevor er 1937 in den Ruhestand geht. Dem Versandbuch des Kölnischen Kunstvereins nach, das dem Gericht damals vorgelegen haben muss, heute aber laut Auskunft des Stadtarchivs nicht mehr auffindbar ist, wurde »ein Teil der Gemälde der Frau Hess von dem Angeschuldigten Jenniches in eine Kiste […] verpackt und am 23.01.1939 als Frachtgut an Frau Thekla Hess in Lichtenfels in Bayern zum Versand gebracht. Aus welchem Grund damals der Angeschuldigte Jenniches der Frau Hess nur einen Teil der Bilder zurücksandte, vermag er nicht hinreichend zu erklären. Jedenfalls blieb eine grössere Anzahl wertvoller Gemälde, u. a. ein Triptychon von Pechstein, das nach Angabe des Jenniches in der abgesandten Kiste keinen Platz mehr fand, in Köln zurück. Am 16.03.1941 verpackte Jenniches die sämtlichen noch vorhandenen Gemälde der Frau Hess in eine grosse Kiste, welche die Bezeichnung Nr. 279 trug und im Keller des Kunstvereins abgestellt wurde.«

Durch einen Bombeneinschlag wird das Depot des Kölnischen Kunstvereins am 29.07.1943 beschädigt. Jenniches ist an den Löschmaßnahmen des Brandes beteiligt. Bereits zu dem Zeitpunkt stiehlt er laut Anklage zwei Gemälde. Als Jenniches 1945 aus dem Krieg zurückkehrt, begibt er sich erneut zu dem alten Gebäude des Kunstvereins Am Friesenplatz, das er nach dem Umzug des Kunstvereins verlassen und geplündert vorfindet. Der Keller ist aufgebrochen, die Kistenverpackung der Gemälde beschädigt, Wasser ist eingedrungen, das die noch vorhandenen Werke beschädigt hat. Jenniches sieht in der ungeschützten Situation der dort befindlichen Gemälde eine Gelegenheit zum erneuten Diebstahl. Die Prozessakte spricht von »vier Einzelgemälde[n] und ein[em] Triptychon […], die er in den Keller seiner Wohnung in Köln-Klettenberg verbrachte. Es handelte sich um folgende Bilder: 1. ›Strandbild‹ von Kirchner, 2. ›Liebepaar‹ signiert als Heckel, 3. ›Stilleben mit Früchten‹ von Campendonk, 4. ›Segelboote‹ von Schmidt-Rottluff und 5. ein Triptychon, darstellend Szenen von der Insel Palau von Pechstein.« In der richterlichen Vernehmung von Jenniches am 30.09.1941 wird das »Strandbild«, das während des Prozesses mit unterschiedlichen Titeln versehen wird, wie folgt beschrieben: u. a. hätte es sich auch um ›ein Gemälde mit einem Baum und Segelbooten‹ gehandelt. Die in der Akte erwähnte Bildmappe, auf die nummerisch Bezug genommen wird, hat sich nach Auskunft zweier Mitarbeiter des Landesarchivs NRW dort nicht erhalten. In ihr ist das »Strandbild« mit der Bild-Nummer 14 belegt. Gegen Jahresende 1946 erwirbt der Kunstmaler und -Fälscher Robert Schuppner das Bild von Jenniches für etwa »3.000 RM«. Im Mai 1949 bietet Schuppner es der Galerie Nebelung in Düsseldorf zum kommissionsweisen Verkauf für »4.000 DM« an. Offenbar kommt es zu keinem Verkauf, denn »Badende von Fehmarn« wird nach Ende des Strafprozesses im Jahr 1951 gemeinsam mit mehreren anderen Bildern an die Familie Hess restituiert, wie sich unzweifelhaft aus dem überlieferten Foto vom Prozesssaal in Köln ergibt.

Laut freundlicher Auskunft des Kölner Zentralarchivs für deutsche und internationale Kunstmarktforschung datiert die überlieferte Korrespondenz aus dem dort verwahrten Geschäftsnachlass der Galerie Nebelung erst ab 1951, so dass ein kommissionarischer Übergang in den Bestand der Galerie mit den dortigen Unterlagen nicht ergänzend belegt werden kann. Pufendorf datiert die Rückgabe von sechs Bildern an den Kölnischen Kunstverein zur Weitergabe an die Familie Hess aus dem Diebstahlprozess auf den 10.03.1951 gemäß eines Briefes vom Kölnischen Kunstverein an Tekla Hess. Interessant oder verwirrend ist, dass bei der Aufstellung der von der Staatsanwaltschaft zurückgegebenen Gemälde zwei Gemälde von Ernst Ludwig Kirchner genannt werden, die das Meer als Darstellungsthema haben. Darunter ein Bild, das den Titel »Am Meer« trägt und mit den ergänzenden Angaben »70 hoch x 80cm breit Öl a/Lwd.« versehen ist sowie ein weiteres Bild: »? Meeresbucht mit drei Badenden unter grossem Baum 110 cm hoch, 85 cm breit Öl a/Lwd.« Ohne Zweifel handelt es sich bei letzterem um »Badende am Strand von Fehmarn« des Buchheim Museums, das im Werkverzeichnis der Gemälde von Donald E. Gordon von 1968 mit der Nr. 358 geführt wird. Aus diesen Angaben ergibt sich die Frage, ob es zwei Darstellungen eines Meeres und eines Strandes oder Bucht von Kirchner in der Sammlung Hess gegeben hat und ob es sich bei dem in den Ausstellungskatalogen von 1933 und 1945 als »Am Meer« bezeichneten Ölbild tatsächlich um »Badende am Strand von Fehmarn« oder um eine andere Darstellung Kirchners mit den Bildmaßen 70 x 80 cm gehandelt hat. Wann wäre dann aber »Badende am Strand von Fehmarn«, Gordon (WVZ) Nr. 358, aus der Schweiz nach Köln verschickt worden? Denn aus den Überlieferungen zur Auffindsituation des Bildes durch Jenniches in Köln ergibt sich, dass das Landschaftsbild zu dem Sammlungsbestand der Familie Hess gehört haben muss, der aus der Schweiz nach Köln transportiert wurde. Oder sind die beiden Werktitel »Am Meer« und »Bucht« in der im Archiv der Kunsthalle Zürich überlieferten Korrespondenz bewusst unterschiedlich eingesetzt worden und beziehen sich auf zwei verschiedene Werke?

In der Entschädigungsakte von Hans Hess ist eine Rückgabe von vier Bildern, die »bei einem Fälscherprozeß in Köln zum Vorschein« kamen, belegt. Weitere Angaben zu den Titel der Werke oder deren Autoren fehlen.

Als dem Sammler Carl Hagemann (1867–1940) drei Bilder von Kirchner aus der Sammlung Hess zum Ankauf angeboten werden, kontaktiert er Ernst Ludwig Kirchner. Dieser versucht sich zu erinnern, welche Stranddarstellung zur Sammlung Hess gehörte, wie aus seinem Antwortschreiben an Hagemann hervorgeht und skizziert zwei mögliche Darstellungen nach seinem Fotoalbum. Eine der Skizzen bezieht sich auf »Badende am Strand von Fehmarn«, so dass denkbar ist, dass Hagemann das Bild aus der Sammlung Hess zum Erwerb angeboten wurde. Da keine Briefe von Hagemann an Kirchner überliefert sind, kann dies nicht eindeutig belegt werden. Möglich ist jedoch auch, dass Hagemann ein anderes Bild, »Am Meer«?, zum Kauf angeboten wurde, für das noch eine Werkzuordnung vorgenommen werden müsste.

Dank der freundlichen Bereitstellung einer Archivunterlage des Kölner Sammlers und Dirigenten Willy Hahn (1896–1988) aus dem Archiv Ernst Ludwig Kirchner in Wichtrach konnte auch die Provenienz der »Badenden am Strand von Fehmarn« ab frühestens 1951 geklärt werden. Darin bestätigt Hahn den Erwerb des Gemäldes »von dem Prokuristen (Namen vergessen) der Fa. Nicolai in Berlin« unmittelbar nach dem Krieg. Weiterhin verweist er darauf, dass das Bild nach Kriegs- bzw. Wasserschäden stark restauriert war und er es über eine Kornfeldauktion an Buchheim verkauft habe. Aufgrund der Biografie von Hahn und seiner Auskunft im Gespräch mit dem Auktionator Roman Norbert Ketterer (1911–2002), dass er erst ab 1951, als er sich wieder eine musikalische Existenz aufgebaut hatte und finanziell abgesichert war, aktiv sammeln konnte, ergab sich als Erwerbsjahr »frühestens 1951«. Dies korrespondiert mit der belegten Restitution des Bildes an die Familie Hess im selben Jahr. Gesichert ist weiterhin, dass »Badende am Strand von Fehmarn« den bisher ausgeführten Herkunftsrecherchen nach nie zur Sammlung Frédéric (Fritz) Bauer (1883–1957) gehört haben kann. Diesbezüglich unterlaufen dem Herausgeber der Briefe Kirchners, Hans Delfs (Lebensdaten unbekannt), in seinen Kommentaren nachvollziehbare Fehler in der Zuordnung der Werke, die in der Korrespondenz oft nur als »Fehmarnbild« bezeichnet sind.

Weiterhin lässt sich die dokumentierte Auskunft von Willy Hahn bezüglich des Zustandes des Bildes, in dem er »Badende am Strand von Fehmarn« erwarb, anhand einer Rückseitenautopsie grundsätzlich bestätigen. Die Leinwand ist doubliert, was generell darauf hinweist, dass das Bild beschädigt war. Dabei könnte es sich um Schäden gehandelt haben, die ihren Ursprung in der die überlieferte Auffindsituation von dem »Strandbild« im Keller des Kölnischen Kunstvereins von Jenniches haben. Denkbar ist aber auch, dass die Ursächlichkeit aus einem anderen unbekannten Kontext stammt.

Ausgehend von der freundlichen Auskunft des Vorsitzenden des Freundeskreises Nicolaihaus Berlin e. V. und den Überlieferungen zur Firmengeschichte der getrennten Firmen Nicolaische Verlagsbuchhandlung und Nicolaische Buchhandlung mit unterschiedlichen Inhabern, kann der Vorbesitzer von »Badende am Strand von Fehmarn«, von dem Hahn es frühestens 1951 in Berlin erwirbt, nur angenommen werden. So könnte es sich um Georg Stilke (1904–1974) oder seine Schwester Madeleine von der Heydt (1902–unbekannt), geb. Stilke, gehandelt haben.

Gemäß freundlicher Auskunft des Archivs der Galerie Kornfeld in Bern und des Nachlassverwalters der Sammlung Hahn, Peter Hahn, liefert Willy Hahn das Ölbild zur AUKTION 95, die vom 05.–06.06.1959 bei Klipstein & Kornfeld, Bern, stattfindet, ein. Dort erwirbt es eine Berner Privatsammlung als Kat.-Nr. 364. Der Katalog verweist fehlerhaft auf eine Herkunft aus der Sammlung »Dr. F. Bauer«. Elf Jahre später, auf der AUKTION 137 vom 17.–19.06.1970, ersteigert Lothar-Günther Buchheim (1918–2007) im gleichen Auktionshaus, nun unter der neuen Firmierung, Kornfeld & Klipstein, das Ölbild als Los 642 für seine Sammlung in Feldafing. Der Auktionskatalog verweist in der Provenienz nun korrigiert auf den Vorbesitz aus der Stuttgarter Sammlung Willy Hahn sowie den Einlieferer von 1959, eine Schweizer Privatsammlung.

Bereits kurz nach Erwerb wird »Badende am Strand von Fehmarn« als Nachtrag in den existierenden Leihvertag von Buchheim mit dem Freistaat Bayern am 13.07.1970 bis zum April 2001 in den Bestand der Bayerischen Staatsgemäldesammlung mit der Inventarnummer L. 1245 aufgenommen. Es wird vielfach international und national ausgestellt.

Die Provenienz für den Zeitraum von 1933 bis 1945 konnte auf Basis der vorliegenden Informationen nur lückenhaft rekonstruiert werden. Es ist jedoch gesichert überliefert, dass das Gemälde 1951 an den Erben der Sammlung Alfred Hess, Hans Hess, der – durch das NS-Regime verfolgt – emigrieren musste, 1951 rückerstattet wurde. Es ist nicht gesichert überliefert, auf welchem Weg oder zu welchem genauen Zeitpunkt es durch Hess wieder in den Kunsthandel bzw. den Besitz des Sammlers Willy Hahn gelangte. Buchheim erwarb es 1970 im Kunsthandel.

JL

26.01.2022

Beschriftungen

rekto u. r. signiert (in blauer Farbe): E. L. Kirchner
verso o. l. Nass-Stempel (in Blau): MÜNCHEN [...] [um Adler]
verso o. r. Nass-Stempel (in Blau): Zoll /1 27 / [Kreuz]
Keilrahmen o. l. Klebeetikett (in Bleistift beschriftet): [...]8
Keilrahmen o. r. Klebeetikett): [Abriss-Spuren hasenkamp...]
Keilrahmen o. m. r. Klebeetikett): [Reste vmtl. hasenkamp]
Keilrahmen l. u. Klebeetikett (bedruckt und in Schreibmaschine beschriftet): BAYERISCHE STAATS- / GEMÄLDESAMMLUNGEN / MÜNCHEN / Inv.-Nr. L: 1245 / [Siegel BStGS] / Kirchner Ernst / Ludwig / Badende am Strand / von Fehmarn / fec: 1913
Keilrahmen l. u. Klebeetikett (bedruckt und in Schreibmaschine beschriftet): BAYERISCHE STAATS- / GEMÄLDESAMMLUNGEN / MÜNCHEN / Inv.-Nr. L. 1245 / [Siegel BStGS] / Ernst Ludwig / Kirchner: [unterstrichen] / Badende am / Strand von Feh- / marn. (1913).
Längsverstrebung o. beschriftet (in Bleistift): 41636
Keilrahmen u. l. Klebeetikett (bedruckt und in blauem Kugelschreiber beschriftet): tel aviv museum 27 shaul hamelech blvd. tel aviv [rechte Seite jeweils hebräische Übersetzung] / Exhibition Expressionists – The Buchheim Coll. / Date 1.6.–30.7.83 / Artist E. L. KIRCHNER / Title Badende am Strand von Fehmarn / Lender W. Lehmbruck Museum, Duisburg / Cat. No. 68
Rahmen verso l. o. beschriftet (in schwarzem Filzstift): 47 [eingekreist]
Rahmen verso u. l. Klebeetikett (bedruckt und in schwarzem Filzstift beschriftet): Made by / SCHOTT DESAG / Germany / 1107 x 866
Rahmen verso u. r. betitelt (in Bleistift): Kirchner Die Badenden
Rückwand verso o. l. Klebeetikett (bedruckt): 124 Ernst Ludwig Kirchner / Badende am Strand von / Fehmarn 1913 * / Leinwand, 110,3:86,2 cm / bez.r.u.: E.L. Kirchner / Gordon 1968, Nr. 358
Rückwand o. r. Klebeetikett (in schwarzem Filzstift beschriftet): 0.00009

Provenienz

nach 13.08.1919–1932: Alfred (1879–1931) und Tekla Hess (1884–1968), Erfurt
1932–nach 1945/mind. 1951 [im Sinne der Eigentümerschaft]: Hans Hess (1908–1975), Berlin, London, York, Leicester, erworben im Erbgang
07.–29.10.1933: Ausstellung »Moderne Deutsche Malerei aus Privatbesitz«, vmtl. Nr. 65 »Am Meer« (Werkidentität ungesichert), Kunsthalle Basel
21.06.–15.07.1934: Ausstellung »Neue Deutsche Malerei«, vmtl. Nr. 70 »Am Meer« (Werkidentität ungesichert), Kunsthaus Zürich, Zürich
1934–mind. 09/1936: Treuhänderische Einlagerung der Leihgaben Tekla Hess (1884–1968) im Kunsthaus Zürich, Zürich
früh. 09/1936–spät.03/1937: Rückversand mit Zwischenlagerung von »Bucht« bzw. »Am Meer« vom Kunsthaus Zürich via A. G. Bronner & Cie, Basel, an den Kunstverein Köln, Deutschland, auf Veranlassung von Tekla Hess (1884–1968), Lichtenfels, am 16.08.1936
früh 09/1936/spät. 03/1937–1945: Treuhänderische Einlagerung im Kölnischen Kunstverein, Köln
07/08.1945–Ende 1946/Anfang 1947: Josef Jenniches (geb. 03.02.1894), unrechtmäßig entwendet aus dem treuhänderisch eingelagerten Sammlungsbestand der Tekla Hess im Kölnischen Kunstverein, Köln
Ende 1946/Anfang 1947–o. D.: Robert Schuppner (geb. 26.01.1896), erworben von Jenniches für etwa »3.000 RM«
10.03.1951: Übergabe von »Meerbucht mit drei Badenden unter grossem Baum, 110 cm hoch, 85 cm breit, Öl a/Lw.« an den Kölnischen Kunstverein zur Rückgabe an Tekla Hess durch die Staatsanwaltschaft
[...]
früh. 1951–o. D.: »Prokurist der Fa. Nicolai«; evtl. handelt es sich um den Prokuristen der Nicolaischen Verlagsbuchhandlung, Inh. ab 1950: Dr. jur. Georg H. Stilke (1904–1974), ab 1953: gemeinsam Inh. mit Madeleine von der Heydt, (1902–unbekannt) geb. Stilke (⚭ Carl v. der Heydt), Berlin
früh. 1951–1959: Willy Hahn (1896–1988), Stuttgart, erworben vom Prokuristen, Fa. Nicolai, Berlin
05.–06.06.1959: Klipstein & Kornfeld, Bern, Auktion 95, Nr. 364, eingeliefert von Willy Hahn (1896–1988), Stuttgart
06/1959–06/1970: Privatsammlung, Bern, erworben bei Klipstein & Kornfeld, Bern, Auktion 95, Nr. 364
17.–19.06.1970: Kornfeld & Klipstein, Bern, Auktion 137, Nr. 642, eingeliefert von Privatsammlung Bern
19.06.1970–22.02.2007: Lothar-Günther Buchheim (1918–2007) und Diethild Buchheim (1922–2014), Feldafing, erworben auf Kornfeld & Klipstein Auktion 137, Nr. 642
13.07.1970–26.04.2001: Bayerische Staatsgemäldesammlung, München, entliehen von Lothar-Günther Buchheim (1918–2007), Feldafing
seit 22.02.2007: Buchheim Stiftung, Feldafing/Bernried, erworben im Erbgang von Lothar-Günther Buchheim (1918–2007) und in konkludenter Schenkung von Diethild Buchheim (1922–2014), Feldafing

JL

Sammlung Buchheim

Ausstellungen

BRÜCKE UND BLAUER REITER, Kunstsammlungen Chemnitz, Chemnitz, 27.03.2022–26.06.2022

BRÜCKE UND BLAUER REITER, Von der Heydt-Museum, Wuppertal, 21.11.2021–27.02.2022

DIE FARBEN DER AVANTGARDE, Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See, 10.07.2021–07.11.2021

BECKMANN & BRÜCKE, Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See, 18.07.2020–11.10.2020

PAULA MODERSOHN-BECKER. AUFBRUCH IN DIE MODERNE, Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See, 16.11.2019–08.03.2020

GEMÄLDE DER »BRÜCKE«, SAMMLUNGEN GERLINGER + BUCHHEIM, Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See, 26.02.2019–05.07.2020

BRÜCKENSCHLAG: GERLINGER – BUCHHEIM!, Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See, 28.10.2017–21.01.2018

PURRMANN UND DER EXPRESSIONISMUS, Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See, 02.04.2017–09.07.2017

WIR SIND WIEDER DA!, Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See, 21.02.2016–19.06.2016

EIN FEST FÜRS AUGE. BUCHHEIMS EXPRESSIONISTEN, Kunsthalle Emden Stiftung Henri und Eske Nannen, Emden, 26.09.2015–17.01.2016

EXPRESSIONISMUS2 – DIE SAMMLUNGEN BUCHHEIM + NANNEN, Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See, 14.03.2015–05.07.2015

SOMMERFREUDEN – BADEFREUDEN. MALER DER »BRÜCKE« IN MORITZBURG; DANGAST UND AUF FEHMARN. WERKE AUS DER SAMMLUNG BUCHHEIM, Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See, 10.07.2011–03.10.2011

DAS »BLAUE JAHR« IM BUCHHEIM MUSEUM. DIE »BLAUE BRÜCKE«. ALEXEJ JAWLENSKY – LYONEL FEININGER – »DIE BRÜCKE«, Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See, 10.04.2011–29.01.2012

ERÖFFNUNGSAUSSTELLUNG, Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See, ab 23.05.2001

EXPRESSIONISTEN. SAMMLUNG BUCHHEIM, Haus der Kunst, München, 29.07.1998–18.10.1998

EXPRESSIONISTEN, SAMMLUNG BUCHHEIM, Kunstmuseum Luzern, Luzern, 01.07.1990–09.09.1990

ΓΕΡΜΑΝΟΙ ΕΞΠΡΕΣΙΟΝΙΣΤΕΣ ΣΥΛΛΟΓΗ ΜΠΟΥΧΑΙΜ (EXPRESSIONISTEN, SAMMLUNG BUCHHEIM), Pinacothèque Nationale, Musée Alexandre Soutzos, Athen, 07.10.1985–10.12.1985

EXPRESSIONISTEN, SAMMLUNG BUCHHEIM, Haus der Kunst, München, 16.03.1985–12.05.1985

EKSPRESSIONISME, BUCHHEIM-SAMLINGEN (EXPRESSIONISMUS, BUCHHEIM-SAMMLUNGEN), Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, 20.10.1984–06.01.1985

DER DEUTSCHE EXPRESSIONISMUS. SAMMLUNG BUCHHEIM – ブーフハイム・コレクションによる ドイツ表現派展, Kunstmuseum der Präfektur Mie, Tsu, 18.08.1984–07.10.1984

DER DEUTSCHE EXPRESSIONISMUS. SAMMLUNG BUCHHEIM – ブーフハイム・コレクションによる ドイツ表現派展, Städtisches Kunstmuseum, Himeji, 30.06.1984–29.07.1984

DER DEUTSCHE EXPRESSIONISMUS. SAMMLUNG BUCHHEIM – ブーフハイム・コレクションによる ドイツ表現派展, Kunstmuseum der Präfektur Miyagi, Sendai, 12.05.1984–24.06.1984

DER DEUTSCHE EXPRESSIONISMUS. SAMMLUNG BUCHHEIM – ブーフハイム・コレクションによる ドイツ表現派展, Museum für Moderne Kunst der Präfektur Kanagawa, Kamakura, 07.04.1984–06.05.1984

EXPRESSIONISM. THE BUCHHEIM COLLECTION, The Minneapolis Institute of Arts, Minneapolis, 12.02.1984–25.03.1984

EXPRESSIONISM. THE BUCHHEIM COLLECTION, Elvehjem Museum of Art University of Wisconsin, Madison, 17.12.1983–29.01.1984

EXPRESSIONISM. THE BUCHHEIM COLLECTION, Port of History Museum Penn's Landing, Philadelphia, 06.10.1983–26.11.1983

EKSPRESSIONISTEJA. KOKOELMA BUCHHEIM (EXPRESSIONISTEN, SAMMLUNG BUCHHEIM), Ateneumin taidemuseo, Helsinki, 12.08.1983–18.09.1983

EXPRESSIONISTS, COLLECTION BUCHHEIM – בוכהיים אוסף אקספרסיוניסטים , Tel Aviv Museum, Tel Aviv, 31.05.1983–31.07.1983

EXPRESIONISTAS ALEMANES. COLECCIÓN BUCHHEIM, Bibliotheca Nacional, Madrid, 10.02.1983–30.03.1983

EXPRESSIONISTES ALEMANYS. COL-LECCIÓ BUCHHEIM, Centre Cultural de la Caixa de Pensions, Barcelona, 09.12.1982–30.01.1983

EXPRESSIONISTEN, SAMMLUNG BUCHHEIM, Akademie der Künste, Berlin, 29.08.1982–24.10.1982

EXPRESSIONISTEN, SAMMLUNG BUCHHEIM, Lehmbruck Museum, Duisburg, 19.05.1982–04.07.1982

EXPRESSIONISTEN, SAMMLUNG BUCHHEIM, Mittelrheinisches Landesmuseum, Mainz, 28.03.1982–09.05.1982

НЕМЕЦКИЕ ЭКСПРЕССИОНИСТЫ ИЗ СОБРАНИЙ ФРГ (DEUTSCHE EXPRESSIONISTEN AUS SAMMLUNGEN DER BRD), Puschkin Museum der Bildenden Künste, Moskau, 22.01.1982–07.03.1982

НЕМЕЦКИЕ ЭКСПРЕССИОНИСТЫ ИЗ СОБРАНИЙ ФРГ (DEUTSCHE EXPRESSIONISTEN AUS SAMMLUNGEN DER BRD), Ermitage, Leningrad, 19.11.1981–02.01.1982

EXPRESSIONISTEN, SAMMLUNG BUCHHEIM, Kunsthalle zu Kiel Christian-Albrechts-Universtität, Kiel, 02.09.1981–18.10.1981

EXPRESSIONISTES ALLEMANDS. COLLECTION BUCHHEIM, Musée d'Art Moderne, Strasbourg, 28.06.1981–23.08.1981

EXPRESSIONISTEN, SAMMLUNG BUCHHEIM, Kölnisches Stadtmuseum, Köln, 02.04.1981–31.05.1981

DIE KÜNSTLERGRUPPE »BRÜCKE« UND DER DEUTSCHE EXPRESSIONISMUS, SAMMLUNG BUCHHEIM, Badischer Kunstverein, Karlsruhe, 20.01.1974–23.03.1974

DIE KÜNSTLERGRUPPE »BRÜCKE« UND DER DEUTSCHE EXPRESSIONISMUS, SAMMLUNG BUCHHEIM, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München, 01.07.1973–30.09.1973

Literatur

Walter Schön für die Buchheim Stiftung (Hrsg.): KALEIDOSKOP. EDMUND STOIBER ZUM 80. GEBURTSTAG, m. Texten v. Walter Schön, Daniel J. Schreiber, Manfred Ach, Ilse Aigner, Roland Berger, Ole von Beust, Bertram Brossardt, Rudolf Erhard, Peter Fahrenholz, Kurt Faltlhauser, Johannes Friedrich, Peter Gauweiler, Alois Glück, Thomas Goppel, Georg Grabner, Rudolf Hanisch, Dieter Hanitzsch, Rainer Haselbeck, Herbert Henzler, Joachim Herrmann, Kurt Kister, Roland Koch, Engelbert Kupka, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Franz Maget, Ursula Männle, Gerhard A. Meinl, Angela Merkel, Gerd Müller, Peter Müller, Franz Müntefering, Heinrich Oberreuter, Heinrich von Pierer, Wolf-Dieter Ring, Randolf Rodenstock, Friedrich Wilhelm Rothenpieler, Norbert Röttgen, Karl-Heinz Rummenigge, Wolfgang Schäuble, Henning Scherf, Otto Schily, Klaus Schmidbauer, Hanspeter Schmidt, Renate Schmitt, Werner Schnappauf, Gerhard Schröder, Horst Seehofer, Hans-Werner Sinn, Eberhard Sinner, Markus Söder, Barbara Stamm, Hubert Stärker, Christa Stewens, Erwin Teufel, Bernhard Vogel, Hans Jochen Vogel, Georg von Waldenfels, Klaus Weigert, Otto Wiesheu, Ulrich Wilhelm, Christian Wulff, Hans Zehetmair, Bernried: Buchheim Verlag, 2021, Abb. S. 47

BRÜCKE UND BLAUER REITER, hrsg. v. Frédéric Bussmann, Roland Mönig, Daniel J. Schreiber, m. Texten v. Daniel J. Schreiber, Roland Mönig, Sandra Duhem, Isgard Kracht, Frédéric Bussmann, Frank Ugiomoh, Anna Storm, Sibylle Discher, Franka Schumann, Ausst.-Kat. Von der Heydt-Museum Wuppertal (21.11.2021–27.02.2022), Kunstsammlungen Chemnitz (27.03.–26.06.2022), Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See (16.07.–13.11.2022), Köln: Wienand Verlag, 2021, Abb. S. 92

PAULA MODERSOHN-BECKER. AUFBRUCH IN DIE MODERNE, hrsg. v. Daniel J. Schreiber, m. Texten von Rainer Noeres, Carina Rech, Daniel J. Schreiber, Ausst.-Kat. Buchheim Museum, Bernried (16.11.2019–08.03.2020), Bernried: Buchheim Verlag, 2019, Abb. S. 53

ERWORBEN. BESESSEN. VERTAN. DOKUMENTATION ZUR RESTITUTION VON ERNST LUDWIG KIRCHNERS BERLINER STRAßENSZENE, hrsg. v. Ludwig Pufendorf für den Förderkreis Brücke-Museum, m. Texten v. Katrin und Hans Georg Hiller von Gaertringen, Friedrich Kiechle, Magdalena M. Moeller, Ludwig von Pufendorf, Peter Raue, Leopold Reidemeister, Michael Scharbert, Volker Wahl, Bielefeld: Kerber Verlag, 2018, Erw. S. 155

BRÜCKENSCHLAG: GERLINGER – BUCHHEIM! MUSEUMSFÜHRER DURCH DIE »BRÜCKE«-SAMMLUNGEN VON HERMANN GERLINGER UND LOTHAR-GÜNTHER BUCHHEIM, hrsg. v. Hermann Gerlinger und Daniel J. Schreiber, m. Texten von Lothar-Günther Buchheim, Cosima Dollansky, Karlheinz Gabler, Hans Geissler, Hermann Gerlinger, Mauela Göbel, Léonie Koch, Claudia Leonore Kreile, Laura Lang, Benedikt Ohm, Herbert Pée, Sophia Plaas, Christian Rathke, Daniel J. Schreiber, Heinz Spielmann, Corinna Thamke, Ausst.-Kat. Buchheim Museum, Bernried (28.10.2017–25.02.2018), Feldafing: Buchheim Verlag, 2017, Abb. S. 275, Erw. S. 274

PURRMANN UND DER EXPRESSIONISMUS, hrsg. v. Felix Billeter und Daniel J. Schreiber, m. Texten von Felix Billeter, Julie Kennedy, Lisa Kern, Hans Purrmann, Daniel J. Schreiber, Vanessa Voigt, Christoph Wagner, Ausst.-Kat. Buchheim Museum, Bernried (02.04.–09.07.2017), Feldafing: Buchheim Verlag, 2017, Kat. Nr. 106, Abb. S. 46

EIN FEST FÜRS AUGE. BUCHHEIMS EXPRESSIONSITEN. EIN SAMMLUNGSFÜHRER, hrsg. v. Daniel J. Schreiber, m. Texten v. Lothar-Günther Buchheim, Claudia Leonore Kreile, Laura Lang, Mira Naß, Benedikt Ohm, Sophia Plaas, Frank Schmidt, Daniel J. Schreiber, Susanne Vierthaler, Ausst.-Kat. Buchheim Museum, Bernried (14.03.–05.07.2015), Kunsthalle Emden (26.09.2015–17.01.2016), Feldafing: Buchheim Verlag, 2015, Abb. S. 93, Erw. S. 92

DIE BLAUE BRÜCKE. ALEXEJ JAWLENSKY, LYONEL FEININGER, m. Texten von Lothar-Günther Buchheim und Clelia Segieth, Ausst.-Kat. Buchheim Museum, Bernried (10.04.2011–29.01.2012), Feldafing: Buchheim Verlag, 2011

Hans Delfs (Hrsg.): ERNST LUDWIG KIRCHNER. DER GESAMTE BRIEFWECHSEL. »DIE ABSOLUTE WAHRHEIT, SO WIE ICH SIE FÜHLE«, Bd. 2 Briefe von 1924 bis 1929, Zürich: Scheidegger & Spiess, 2010, Kat. Nr. [1577], 1581, [1950], Erw. S. 951

Hans Delfs (Hrsg.): ERNST LUDWIG KIRCHNER. DER GESAMTE BRIEFWECHSEL. »DIE ABSOLUTE WAHRHEIT, SO WIE ICH SIE FÜHLE«, Bd. 3 Briefe von 1930 bis 1942, Zürich: Scheidegger & Spiess, 2010, Kat. Nr. 2910, 3248, Erw. S. 1754, 1935

Roland Scotti: ERNST LUDWIG KIRCHNER. DAS FOTOGRAFISCHE WERK, hrsg. i. Auftrag des Kirchner Vereins Davos, 1. Aufl., Wabern/Bern: Benteli Verlags AG, 2005, Kat. Nr. 26, Abb. S. 60 o. r. (im Foto)

KIRCHNER, SCHMIDT-ROTTLUFF, NOLDE, NAY ... BRIEFE AN DEN SAMMLER UND MÄZEN CARL HAGEMANN 1906–1940, hrsg. v. Hans Delfs, Mario-Andreas von Lüttichau, Roland Scotti, 2004

MAGAZIN V - DR. FRÉDÉRIC BAUER. BRIEFE VON ERNST LUDWIG KIRCHNER UND ERNA SCHILLING AN DR. FRÉDÉRIC BAUER, JUNI 1923 BIS MÄRZ 1939, hrsg. v. Hans Delfs, Roland Scotti, Davos: Kirchner Verein Davos, 2004

DAS BUCHHEIM MUSEUM. EIN ÜBERBLICK, Feldafing: Buchheim Verlag, [2001]

THE BUCHHEIM MUSEUM. A SHORT GUIDE, Feldafing: Buchheim Verlag, 2001

EXPRESSIONISTEN. SAMMLUNG BUCHHEIM, hrsg. i. Auftrag der »Freunde des Buchheim-Museums und der Buchheim Stiftung e. V.«, m. Texten von Christoph Vitali, Carla Schulz-Hoffmann, Hans Krieger, Clelia Segieth, Lothar-Günther Buchheim, Ellen Maurer, Ausst.-Kat. Haus der Kunst, München (29.07.–18.10.1998), Feldafing: Buchheim Verlag, 1998, Kat. Nr. 124

EXPRESSIONISTEN. SAMMLUNG BUCHHEIM, m. Texten von Walter Fritzsche, Herbert Pée, Wolf-Dieter Dube, Katja Laske, Ausst.-Kat. Museen der Stadt Köln, Musée d'Art Moderne, Straßburg, Kunsthalle zu Kiel, Ermitage Leningrad, Puschkin Museum der Bildenden Künste, Moskau, Mittelrheinisches Landesmuseum, Mainz, Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg, Feldafing: Buchheim Verlag, 1981, Kat. Nr. 68

DIE KÜNSTLERGRUPPE »BRÜCKE« UND DER DEUTSCHE EXPRESSIONISMUS. SAMMLUNG BUCHHEIM, hrsg. v. Staatsgalerie moderner Kunst, Staatliche Graphische Sammlung, Städtische Galerie, Ausst.-Kat. Städtische Galerie im Lenbachhaus München (18.07.–30.09.1973), Feldafing: Buchheim Verlag, 1973, Kat. Nr. 24, Abb. S. *

AUKTION 137, MODERNE KUNST DES NEUNZEHNTEN UND ZWANZIGSTEN JAHRHUNDERTS. SAMMLUNG G.B.Z., H. VON H., L. K. UND WEITERE SAMMLUNGEN UND BESTÄNDE AUS VERSCHIEDENEN SCHWEIZERISCHEN UND AUSLÄNDISCHEN PRIVATSAMMLUNGEN, Kornfeld & Klipstein, Bern (17.–19.06.1970), Kat. Nr. 642, Abb. S. Tafel 36, Erw. S. 91

Donald E. Gordon: ERNST LUDWIG KIRCHNER. MIT EINEM KRITISCHEN KATALOG SÄMTLICHER GEMÄLDE, München: Prestel-Verlag, 1968, Kat. Nr. 358

AUKTION 95, MODERNE KUNST DES NEUZEHNTEN UND ZWANGSTIGSTEN JAHRHUNDERTS, Klipstein & Kornfeld, Bern (05.–06.06.1959), Kat. Nr. 364, Abb. S. Tafel 1, Erw. S. 39

A. V.: »Schuppner mangels Beweises freigesprochen. Hehlerei und Betrug konnten nicht nachgewiesen werden – Ein Jahr Gefängnis mit Bewährungsfrist für Jenniches«, in: KÖLNISCHE RUNDSCHAU, Jg. 5, Nr. 219 (20.09.1950), o. P., Abb. S. o. r. (i. Foto o. m.)

NEUE DEUTSCHE MALEREI, Ausst.-Kat. Kunsthaus Zürich, Zürich (21.06.-15.07.1934), Zürich: Buchdruckerei Neue Zürcher Zeitung, 1934, Kat. Nr. evtl. 70, Erw. S. 11

MODERNE DEUTSCHE MALEREI AUS PRIVATBESITZ, Ausst.-Kat. Kunsthalle Basel, Basel (07.-27.10.1933), Basel: Kunsthalle, 1933, Kat. Nr. evtl. 65, Erw. S. 3

VERZEICHNIS DER IM EHEMALIGEN KRONPRINZEN-PALAIS AUSGESTELLTEN KUNSTWERKE, Ausst.-Kat. National-Galerie Berlin, Berlin (Oktober 1919), Berlin: Holten, 1919, Erw. S. 11

Weitere Werke