Hiddensee Küste II

Max Kaus

1922

Öl auf Leinwand

Bildmaß 72,5 x 91,0 cm
Rahmenmaß 79,0 x 97,0 x 5,0 cm


Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See


Inventarnummer: 0.00083

Malerei, Ölfarben

KVZ/WVZ: Schmitt-Wischmann 35

Ort: Europa, Deutschland, Ostsee, Pommern, Hiddensee


Sammlungsbereich: Gemälde

Künstler: Kaus


© VG Bild-Kunst, Bonn; Reproduktion: Nikolaus Steglich, Starnberg
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Beschreibung

Der Titel des Bildes verweist auf den Entstehungsort: Hiddensee. Auch dieses Werk entsteht während einer von Kaus‘ vielen Reisen ans Wasser. Es zieht ihn und seine erste Frau Gertrud Kant zum Segeln an die Ostsee, und auf die märkischen und mecklenburgischen Seen. Die Reisen inspirieren Kaus zur Serie der Landschaftsbilder und Badenden wie z. B. auch »Am Lucinsee« (Inv. 0.00082).

Kaus signiert das Bild nicht nur auf der Bildvorderseite (u. r.), sondern auch auf der übertünchten Bildrückseite. Er datiert und betitelt es in schwarzer Farbe. Es finden sich keine Hinweise auf eventuelle Vorbesitzer auf dem Keilrahmen oder der Leinwand. Im Werkverzeichnis von Ursula Schmitt-Wischmann von 1990 wird »Hiddensee Küste II« als Nr. 35 geführt. Ergänzende Literatur- oder Ausstellungsreferenzen sind für das Bild bisher nicht bekannt.

In den recherchierten Primärquellen wie dem im Archiv der Eheleute Buchheim überlieferten Schriftwechsel zwischen Max Kaus und den Eheleuten Buchheim (AF-BD-4), dem schriftlichen Nachlass von Max Kaus im Deutschen Kunstarchiv Nürnberg (NL Kaus, Max) oder seinem Kunsthändler Eberhard Seel (NL See, Eberhard) gibt es ebenfalls keine werkspezifischen Provenienzhinweise. Jedoch findet sich ein Brief vom 4. Juli 1958 von Kaus an das Ehepaar Buchheim, der die Schenkung von mindestens drei Leinwänden dokumentiert. Diese Schenkung bleibt jedoch unspezifisch in Bezug auf Bildmaße, Sujet oder Titel.

Kaus verliert im Jahr 1943 fast 200 Bilder und bildrelevante Unterlagen bei einem Atelierbrand nach einem Bombenangriff. Sein »Graphikbuch«, in dem alle Blätter mit Bezeichnungen und Stückzahlen eingetragen waren, wird zusammen mit seiner gesamten Graphik und vielen Aquarellen in einem Haus auf der Pfaueninsel, wohin er sie rettet, kurz vor Kriegsende bei russischem Panzerbeschuss zerstört. Rechnungen oder ein Inventarbuch, das den Eingang des Ölbildes in die Sammlung von Lothar-Günther Buchheim dokumentiert, sind im Archiv des Buchheim Museums oder dem der Eheleute Buchheim bis dato nicht bekannt. So bleibt die Herkunft von »Hiddensee Küste II« bis vor 1990, dem Publikationsjahr des Werkverzeichnisses, nach heutigem Forschungsstand ungeklärt.

JL

Beschriftungen

rekto u. r. signiert und datiert (in Braun): MKaus 22
verso m. signiert, betitelt und datiert (in schwarzer Farbe): MKaus 22 / Hiddensee Küste II
verso m. beschriftet (in blauer Kreide): 72 / 90
Keilrahmen o. m. beschriftet (in Bleistift): 30/78 [?]
Keilrahmen o. m. Nass-Stempel (in Violett): 90
Keilrahmen u. m. Nass-Stempel (in Violett): 90

Provenienz

[...]
spät. 1990–29.06.1996: Lothar-Günther Buchheim (1918–2007) und Diethild Buchheim (1922–2014), Feldafing

seit 29.06.1996: Buchheim Stiftung, Feldafing/Bernried, erworben als Schenkung von Lothar-Günther Buchheim (1918–2007) und Diethild Buchheim (1922–2014), Feldafing

JL

Sammlung Buchheim

Ausstellungen

JAWLENSKY, BECKMANN, KAUS – SAMMLUNG BUCHHEIM, Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See, 16.02.2019–05.05.2019

Literatur

Ursula Schmitt-Wischmann: MAX KAUS. WERKVERZEICHNIS DER GEMÄLDE, Berlin: Nicolai, 1990, Kat. Nr. 35, Erw.-Seite 85

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